Sonntag, 23. August 2015

Einer alleine kann doch nichts ausrichten ...

Seit einigen Monaten hält ein Thema die Medien fest im Griff: die Situation der Flüchtlinge in Deutschland. Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem mich der wachsende Hass auf Flüchtlinge - nicht zuletzt durch einseitige Berichterstattungen und ausufernden Hetztiraden in den sozialen Netzwerken -, schockiert. Plötzlich posten meine Freunde, mit denen ich seit frühester Kindheit durch dick und dünn gegangen bist, Dinge, die mich wirklich entsetzen und ärgern. Es brechen endlose Diskussionen aus, bei denen die dümmsten Argumente gepostet werden.  

Scham, Wut und Verzweiflung. Welche Gefühle in mir aufsteigen, wenn ich an die jüngsten Ereignisse aus Heidenau denke, kann ich euch gar nicht beschreiben. Diese Menschen haben ihr Leben riskiert, um vor einen Krieg zu fliehen und hier prallt ihnen geballter Hass entgegen.  

MIR REICHT`S!!! 

Ich kann diesen Hass nicht mehr ertragen! Wenn man einen Funken Empathie im Leib besitzt, hinsieht, nicht mit dem Strom schwimmt und sich von dummen Kommentaren einlullen lässt, erkennt man das wahre Leid dieser Menschen.

Ich alleine kann doch nichts ausrichten!

Wisst ihr, wie oft ich diese Antwort bekomme, wenn ich gewisse Themen in meinem Bekanntenkreis anspreche? Ehrlich gesagt hängt mir diese Ausrede zum Halse heraus. Man kann vieles bewirken, wenn man es wirklich möchte und nicht wegsieht. 

Viele wissen nicht, wie sie helfen können und auch ich hatte einige Hürden zu überwinden, um aktiv mitzuhelfen. Nach langem Suchen und vielen Besuchen von Ämtern, die sich nicht zuständig fühlten, habe ich auf Facebook eine Gruppe gefunden, die Spenden für Flüchtlinge in Hamburg sammelt: KLICK!
Seit Tagen sortiere ich nun meine Kleidung und Spielzeug aus, um sie zu spenden. Aber es gibt auch viele andere Möglichkeiten. Wie diese Aktion: Menschen für Menschen. Wer kein Geld entbehren kann, hat trotzdem die Möglichkeit sich zu beteiligen.  Teilt einfach diesen Link: KLICK!, in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #BloggerFuerFluechtlinge.

Wenn diese Aktionen nichts für euch sind, dann werdet kreativ und fragt am besten vor Ort, wie ihr helfen könnt. Manchmal reicht eine kleine Idee, um Riesiges zu bewirken.



Kommentare:

Natalie77 hat gesagt…

Ein toller Beitrag der mir aus der Seele spricht. Auch ich werde morgen etwas dazu posten und denke solange es genug Menschen gibt die sich gegen die braune Masse stellen haben wir noch nicht verloren.

Liebe Grüße
Natalie

Kathrineverdeen hat gesagt…

Danke! Das sehe ich auch so :-) Jeder kann etwas gegen diese Zustände tun!
LG

tintenmaedchen hat gesagt…

Sehr toll geschrieben.
Wir haben heute auch einiges aussortiert was wir die nächsten Tage zum Flüchtlingsheim bringen werden. Sogar unser Sohn (5 Jahre alt) hat welche von seinen Spielsachen und Büchern rausgesucht die er abgeben möchte. Und eine Freundin von mir hat sich in ihrer Stadt (Bremen) beim Flüchtlingsheim gemeldet weil dort Leute egsucht werden die sich mit den Kindern beschäftigen. Ihnen vorlesen usw. Helfen kann man immer auch mit ganz kleinen Gesten. Das fängt doch schon damit vielleicht einfach mal freundlich "Hallo" zu sagen oder jemandem ein Lächeln zu schenken statt Skepsis und Missbillung. Helfen ist nicht schwer und man bricht sich dabei keinen Zacken aus der Krone.
Außerdem kann jeder mal in so eine Situation geraten und dann wäre man doch selber auch für jede kleine Hilfe dankbar.

Nochmal: Ein ganz toller Beitrag.
Liebe Grüße, Jenni

Kathrineverdeen hat gesagt…

Genau, jeder kann etwas tun. Und wenn es nur ein geteilter Link ist.
Wir wohnen hier so weit ab, dass man selbst sehr wenig mitbekommt.
Die meisten schauen mich hier nur fragend an, wenn es um das Thema "Helfen" oder "Flüchtlinge" geht. Ist schön bequem so und viele möchten auch gar nichts tun.
Umso schöner ist es, dass diese Aktion so viel Anklang findet. Nur Schade, dass sich viele, die sonst bei jeder Blogtour oder Bloggeraktion dabei sind, hier nicht mitmachen.
Danke für deinen Kommentar!
LG

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