Montag, 10. März 2014

"Mayra und der Prinz von Terrestra" von Marita Grimke

Mayra, die 15jährige Tochter der Senatorin Cassiopeia lebt in der hochtechnisierten Welt von Unionia im Jahr 10210. In der Schule lernt sie in Lernkammern mit 9 anderen mit individuellen Lernprogrammen am Computer. Ihr bester Freund Fredi ist behindert zur Welt gekommen, ein Nerd, der sich Zugang zu alle Computersystemen verschaffen kann. In der Schule erleben sie einen normalen Teenager-Schulalltag wie die Kids zu heutigen Zeiten auch: erste Verliebtheit, Schikanieren von andersartigen Mitschülern, Lernalltag, Hausarbeiten ...

Ziel der Mutter ist es, Mayra in die Welt der Politik einzuführen, deshalb möchte sie ihre Tochter auf eine Wahlreise mitnehmen . Um dem zu entgehen beschließt Mayra, in den Sommerferien zu ihrem Großvater nach Terrestra, einer „verlorenen Kolonie“ zu fliegen, um dort eine Hausarbeit für die Schule zu schreiben. In Terrestra ist die Welt stehengeblieben im Feudalsystem , wie im Mittelalter , ohne Maschinen und es herrscht eine Königsfamilie. Dort angekommen kann sie sich relativ frei bewegen und lernt Djuma kennen, einen jungen Mann, den sie öfter trifft und sich in ihn verliebt.

Doch der hat seine Geheimnisse und verschwindet plötzlich. Auf der Suche nach ihm wird sie in Kriegshandlungen der Kolonialmacht gegen die Einheimischen verwickelt, lernt besondere magische Kräfte zu entwickeln und kämpft schließlich mit Djuma um die Zukunft von Terrestra.
 
Die verlorene Kolonie, auf der sich ein mittelalterliches Feudalsystem gebildet hat mit einer Adelskaste, die durch telepathische Kräfte herrscht ,erinnerte mich sofort an Marion Zimmer Bradleys Darkover-Zyklus, den ich sehr liebe. Mayra und der Prinz von Terrestra ist aber für jugendliche Leser geschrieben, mit der Beschreibung der Lebensumstände Mayras im Jahr 10210 in der hochtechnisierten Welt, in der Schule (wobei Freundschaften, Feindschaften und Mobbing ähnlich sind wie 2014 auch) und in der Familie (Mutter-Tochter-Konflikte). Diese fantastische Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Schule 10210 hat dabei genauso Spass gemacht zu lesen wie die Abenteuer auf Terrestra, wo Mayra auf ihren Ausflügen zu Pferd mit Djuma öfter den Heiler Myrddin besucht und dabei ihre Magie zu heilen und die Telepathie entdeckt. Spannend und kurzweilig war dann der Showdown um die Herrschaft Terrestras zu lesen, ein Ende das genug Raum lässt für eine Fortsetzung, die ich mir sehr wünschen würde. 

Ein fantastisches Buch (nicht nur) für Jugendliche von 12-15 Jahren, für Science Fiction-Fans ebenso wie für Fantasy-Liebhaber. Leseempfehlung ,5 Sterne !
  
Die Autorin:
Marita Grimke beschloss mit acht Jahren Romanautorin zu werden. 34 Jahre später hat sie sich diesen Traum verwirklicht und angefangen ihren Erstling „Mayra und der Prinz von Terrestra“ zu schreiben. Davor lagen ein Ausflug in die Metallindustrie als Industriekauffrau, ein Nachspüren der Frage, was den Mensch zum Menschen macht, was der Universität Bonn einen M.A. in Geschichte wert war, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin und die Regie eines Kinodokumentarfilms. Neben dem Romanschreiben ist sie die Projektleiterin eines großen Natur- und Umweltfilmfestivals.
Derzeit schreibt sie am zweiten Teil der Trilogie um Mayra und den Prinz von Terrestra.







Mayra und der Prinz von Terrestra von Marita Grimke 
Taschenbuch: 280 Seiten 
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
Erscheinungsdatum: 21. November 2013
ISBN: 978-1493727841

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Na das hört sich ja toll an :) Ich kannte das Buch bis jetzt noch nicht, aber ich packe es mal auf meine Wunschliste zu den Neuentdeckungen. Danke für Deine schöne Rezension :)

LG
Moni

lenasbücherwelt hat gesagt…

Hört sich toll an♥

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