Samstag, 28. September 2013

"Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" von Lauren Oliver

Bildquelle: Carlsen Verlag
 Vielleicht gibt es ein Morgen für euch. Für mich gibt es nur das Heute...

Samantha Kingston ist hübsch, beliebt und hat drei beste Freundinnen. Am Valentinstag bekommt sie viele Rosen geschenkt, die ihre Beliebtheit noch einmal bestätigt, außerdem ist der große Tag gekommen, um mit ihrem Freund zu schlafen. Auch wird sie noch auf eine Party eingeladen. Also könnte es nicht besser laufen. Doch dann geschieht etwas Schreckliches: Sam kommt bei einem Autounfall ums Leben. Danach erlebt sie den Tag ihres Todes immer wieder… 

Ich bin wirklich zwiegespalten. Die Erzählerin Sam ist zu Beginn der Geschichte ziemlich oberflächlich, was mich wirklich gestört hat. Das Letzte, was ich lesen wollte, war eine Geschichte über ein eingebildetes Highschool-Mädchen. Doch ihre Persönlichkeit ändert sich nach ihrem Tod. Sie stellt ihr bisheriges Leben infrage, beginnt, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind und geht der Ursache ihres Todes nach. 

In den ersten 200 Seiten passiert nicht wirklich viel, und es werden viele Ereignisse geschildert, die irrelevant für den Verlauf sind, was ich als störend empfunden habe. Doch nach diesen 200 Seiten entwickelt sich die Geschichte rasant, Geheimnisse kommen ans Licht und Sam begreift, wie sie dem ewigen Kreislauf entkommen kann. 

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben vorbei, sagen sie“ enthält viele Momente, bei denen einem einfach die Spucke wegbleibt, dazu kommen witzige Situationen, Dialoge und Eindrücke von Personen, die Sam bei der Veränderung ihrer Persönlichkeit beeinflussen.
Das Buch regt den Leser zu Nachdenken an und man beginnt seine Handlungsweisen zu überdenken, welche bei Sam zu ihrem Tod geführt haben, weil sie unüberlegt waren. Und man fängt an zu denken: Was wäre, wenn dies mein letzter Tag wäre? Wie Sam schon sagt: „Das Problem ist, ihr wisst es vorher nicht. Ihr wacht nicht mit einem unguten Gefühl aus. Ihr seht keine Schatten, wo keine sein sollten." Seite 8
Lauren Oliver hat ein Talent für das Beenden einer Geschichte, das den Leser komplett aus dem Konzept bringt. So ist es auch bei diesem Buch gewesen, nur leider auf negative Art. Mindestens die letzten 100 Seiten hofft man auf ein wirklich spektakuläres Ende, denn nur das würde der Geschichte gerecht werden, und dann landet man mit dem Ende unsanft wieder in der Realität und man fragt sich: „Warum habe ich das Buch jetzt gelesen?“ Es kam mir vor, als wäre die ganze Handlung dazwischen nur ein in die Länge Ziehen der Geschichte. Dabei hat mir der Inhalt wirklich, wirklich sehr gefallen, doch der gesamte Ablauf, Samanthas Veränderung, ihre Weiterentwicklung und ihr Nachdenken haben durch dieses Ende überhaupt gar keine Gewichtung mehr. 


Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie von Lauren Oliver
Taschenbuch: 448 Seiten 
Verlag: Carlsen 
Erscheinungsdatum: März 2013 
ISBN: 978-3551312006

Kommentare:

Lotta Lunatic hat gesagt…

Hallo :)
Mir ging es mit diesem Buch ähnlich. Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas anderes vorgestellt und war von dem Verlauf und auch vom Ende eigentlich ziemlich enttäuscht.

Liebst, Lotta

Kathrineverdeen hat gesagt…

Ja, mich hat besonders das Ende geärgert :-) Mir persönlich hat der Verlauf gefallen.
LG

LeseÄffchen ♥ hat gesagt…

AHHH alle finden das Buch nicht so toll, dabei wollte ich das unbedingt noch lesen :((
Bei dir klingt das auch irgenwie nicht so positiv :(

buchverliebt hat gesagt…

Das bestätigt irgendwie meine Vermutungen, denn schon der Klapptext sagt mir persönlich einfach nicht zu. Wenn ich dann dieses Review lese bin ich schon recht froh immer die Finger davon gelassen zu haben. Es gibt auch so genug andere Bücher die ich verdammt viel lieber lesen würde. :)

Liebe Grüße
Sarah

Kommentar veröffentlichen