Dienstag, 13. August 2013

[Rezension] "Silber - Das erste Buch der Träume" von Kerstin Gier

Schon immer waren Träume ein faszinierendes Thema für mich und schon oft habe ich mir nach einem wunderschönen Traum gewünscht, er würde wahr werden. Besonders wenn ich von Menschen geträumt habe, die mir sehr nahe standen und leider nur noch in meinen Träumen existieren. Im Traum wirkt alles sehr real und es dauert immer einige Zeit, bis ich sie abschütteln kann. 

„Nirgendwo lernt man einen Menschen besser kennen als in seinen Träumen, und nirgendwo kann man mehr über seine Schwächen und Geheimnisse erfahren.“ Seite 356 

Ich finde dieses Zitat aus Kerstin Giers neuestem Werk „Silber – Das erste Buch der Träume“ sehr treffend, denn ich denke, dass unsere Träume tief verwurzelt mit unserer Seele sind. Der Mensch verbringt viel Zeit mit Schlafen, da wäre es doch sehr praktisch, wenn man die verträumte Zeit nutzen könnte, um sich zum Beispiel mit Freunden zu treffen. Gier hat sich genau diesem Thema gewidmet und hat den Protagonisten ihrer Geschichte besondere Fähigkeiten geschenkt. Auch Liv Silber hat diese Fähigkeiten. Nur ahnt sie am Anfang der Geschichte noch nicht, dass sie real sind und welche Macht sich dahinter verbirgt. Ihre Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich und einer beschäftigt sie besonders. In diesem Traum hat sie auf einem Friedhof vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Diese vier Jungen sind ihr nicht unbekannt, denn seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Jetzt könnte man denken, dass diese Träume nichts Besonderes sind und schon gar nicht unheimlich. Jedoch dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat, wohl aber im Traum, macht Liv große Angst. Stärker als ihre Angst ist ihre Neugierde und sie stürzt sich in ein Abenteuer mit ungeahnten Folgen…

Ich bin bekennender Kerstin Gier Fan und habe wirklich alle ihre Romane mit Begeisterung gelesen, deswegen ließ mich die Meinung einer Bekannten zu „Silber – Das erste Buch der Träume“ auch ein wenig kalt. Sie war enttäuscht (ihre Erwartungen waren vielleicht etwas zu hoch) und meinte, ich wäre es zwangsläufig auch. Ich wusste, dass mich Kerstin Gier nicht enttäuschen kann und ich begann mit großer Freude, die Geschichte um eine außergewöhnliche Idee zu lesen. Und diese Freude wurde zu keiner Zeit getrübt, denn ich bekam genau das, was ich erwartet habe. Ein Buch mit einer faszinierenden Idee, eine gut durchdachte Handlung mit vielen Überraschungen, natürliche und glaubwürdige Charaktere, die nicht immer sympathisch waren und jeder Menge Spaß. Wie ich es von Kerstin Gier gewohnt bin, gab es auch in diesem Buch Szenen, die nicht enden wollende Lachkrämpfe bei mir auslösten, mir jedoch komische Blicke meiner Mitmenschen einbrachte. Und nicht nur fragende Blicke… ich wurde sogar des Schlafzimmers verwiesen. Weil ich mich aber nicht von Liv und ihren Träumen und dieser mitreißenden Handlung trennen konnte, nahm ich „Silber – Das erste Buch der Träume“ mit auf die Couch, um meinen Freund nicht mehr mit meinen Lachsalven zu belästigen, und las weiter, bis ich die Geschichte beendet hatte. Zufrieden und glücklich klappte ich nach den letzten Worten das Buch zu, glücklich darüber, eine so wunderschöne Geschichte gelesen zu haben und zu wissen, dass diese noch nicht beendet ist, denn es wird zwei weitere Teile geben. 


Mit „Silber – Das erste Buch der Träume“ setzt Kerstin Gier ihre Erfolgsgeschichte nach zahlreichen Romanen und der Edelstein Trilogie fort. Es ist eine wunderschöne Geschichte zum Lachen und Wohlfühlen, aber auch zum Grübeln, weil man nicht umhin kommt, diese geniale Idee für sich weiter zu träumen.



Gebundene Ausgabe: 416 Seiten 
Verlag: Fischer FJB
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2013
ISBN: 978-3841421050

Kommentare:

Lotta Lunatic hat gesagt…

Ein Glück startet bald die Leserunde zu Silber und da werde ich auf jeden Fall mitmachen. Ich freie mich riesig auf das Buch nach so vielen positiven Rezensionen. Ich hoffe ich kann dann sag gleiche oder ähnliches darüber sagen.
Ich kann das voll verstehen mit dem Träume nach hängen. . Dafür habe ich auch sehr oft ..

Liebst, Lotta

Kathrineverdeen hat gesagt…

Auf welcher Plattform liest du in Leserunden mit?
Geh einfach unvoreingenommen an das Buch heran :-) Dann wirst du viel Spaß haben.
LG

Lily hat gesagt…

Mir hat das Buch auch super gut gefallen!
LG

Bücherjunkies hat gesagt…

Mir hat das Buch auch total gut gefallen (siehe auch meine Rezi dazu: http://buecherjunkies.de/kerstin-gier-silber-das-erste-buch-der-traume/ ). Hab aber auch schon von einigen gehört, dass sie eher enttäuscht waren. Aber ich glaube, da ist wirklich das Problem, wenn man mit zu hohen Erwartungen ran geht. Ich freu mich jedenfalls schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn wir da noch recht lange warten müssen.

LG Michaela

Kathrineverdeen hat gesagt…

Das freut mich :-)
LG

Kathrineverdeen hat gesagt…

Ich denke auch dass einige einfach zu hohe Erwartungen hatten. Ja ich kann es auch kaum erwarten, aber es dauert noch soooooo lange!
LG

Krinkelkroken hat gesagt…

Tolle Rezi - das BUch muss ich mir auch bald mal vom SuB schnappen - aber ich bin gerade von den Mortal Insturments in Bann geschlagen... :) Du sprichst mir aus der Seele: Einmal Gier - immer Gier. Wer die Mütter Mafie oder die Edelstein-Reihe mag, der mag auch alles andere von ihr mehr oder weniger. Nicht jedes Buch muss ein Lieblingsbuch werden - aber enttäuscht sein kann man gar nicht. ;) Und auch Denis Scheck hat Gier (Auf der anderen Seite) verrissen . Aber ganz ehrlich: Das sind auch Frauenromane. Die haben nicht den Anspruch literaturwissenschaftlich bahnbrechend zu sein - was man bei Einschätzungen schon berücksichtigen sollte. Ich freu' mich jedenfalls drauf und der Erfolg gibt ihr jawohl recht!

Kathrineverdeen hat gesagt…

Mr. Scheck hat auch John Green verrissen! Mal ehrlich wer ist er schon. Er kann doch bei unserer Generation gar nicht mehr mitreden...finde ich.
LG

Kommentar veröffentlichen