Sonntag, 28. Oktober 2012

"Dolphin Dance" von Helmut Barz

Endlich ist Katharina zurück aus ihrem etwas unfreiwilligen aber abenteuerlichen Urlaub auf Mafia Island und kann sich nun auf ihren neuen Job in Frankfurt vorbereiten. Bis zum Dienstantritt als Leiterin einer Spezialeinheit für unaufgeklärte Verbrechen dauert es allerdings noch ein wenig und wer Katharina Klein kennt, weiß, dass sie die Füße nicht still halten kann. Seit dem überraschendem Treffen mit dem Profikiller Ministro, kehren ihre Gedanken immer wieder an den Schauplatz eines vergangenen Verbrechens zurück: die Ermordung ihrer Familie vor 16 Jahren. Hals über Kopf stürzt sie sich – natürlich ohne Erlaubnis ihrer Vorgesetzten – in weitere Ermittlungen. Bei den Untersuchungen werden immer neue und nicht immer erfreuliche Dinge aufgedeckt, auch in Bezug auf ihre Familie und ihren Vater. Hat Katharina sich all die Jahre getäuscht? Warum sollte jemand die Familie eines einfachen Kunsthändlers auslöschen?
Doch irgendjemand scheint auch heute noch ein sehr großes Interesse daran zu haben, Katharinas Ermittlungen zu stören und geht dabei sogar über Leichen.

"Dolphin Dance“ von Helmut Barz ist nun schon der dritte Teil der Krimireihe um eine ungewöhnliche Kriminalbeamtin. Katharina Klein ist eine Polizistin, die einen unverwechselbaren Charakter hat, den ich sehr zu schätzen gelernt habe. Sie ermittelt mit viel Charme, Herz und Humor, wenn auch manchmal mit ungewöhnlichen Methoden. Natürlich kommt das gerade in der beruflichen Welt, einer eher männlichen Domäne, nicht immer gut an.
Wer "Westend Blues“ und "African Boogie“ gelesen hat, weiß, dass Helmut Barz gerade im Bereich Protagonisten sehr kreativ sein kann. Für mich ist und bleibt Katharina am interessantesten, auch wenn sie mich manchmal mit ihrem unkonventionellen Verhalten erstaunt. Mit dem dritten Band dieser Reihe musste ich feststellen, dass ich von vielen spleenigen Charakteren einfach genug gelesen habe. In "Westend Blues“ konnte ich noch herzhaft über ihre Eigenarten lachen, doch mittlerweile bin ich ihrer überdrüssig. Der Autor bestückt sie insgesamt mit einer weniger anspruchsvollen Sprache und viele Redewendungen werden immer wieder gebraucht und somit abgenutzt. Die teilweise sehr kindlich albernen Dialoge haben es mir schwer gemacht, der Geschichte weiter zu folgen. Hinzu kam, dass einige Protagonisten zu heroisch dargestellt wurden und in unrealistischen Szenen agierten. Zum Teil war es auch schwierig, alle Schauplätze, die dieser Krimi bietet, zu verstehen und miteinander zu verbinden.

"Dolphin Dance“ von Helmut Barz hat mir persönlich etwas besser gefallen als "African Boogie“. Leider konnte es meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.
Für Fans von lustigen und unkonventionellen Krimis ist es aber durchaus lesenswert.


Dolphin Dance von Helmut Barz  
Broschiert: 446 Seiten 
Verlag: Sutton Verlag
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2012 
ISBN: 978-3954000388

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