Donnerstag, 3. Mai 2012

"Starters" von Lissa Price

Stellt euch vor, ihr lebt in einer Welt, die von zahlreichen Kriegen gezeichnet wurde und eine komplette Generation ausgelöscht hat. In einer Welt, in der es jetzt nur noch Alt (Enders) und Jung (Starters) gibt. Zahlreiche Jugendliche sind ohne Eltern zurückgeblieben und kämpfen sich durch ein sehr trostloses Leben, denn nicht jeder hat das Glück, reiche Großeltern zu haben. Entweder leben sie in ständiger Angst und auf der Flucht, oder sie lassen sich freiwillig in Waisenhäuser stecken, die alles andere als gemütlich sind und eher Gefängnisse gleichen.
In dieser Welt lebt Callie mit ihrem schwer kranken Bruder. Auch sie leben auf der Flucht und Callie wünscht sich nichts mehr, als für ihren Bruder teure Medikamente zu beschaffen und ihm ein sicheres Dach über dem Kopf zu bieten. Um dies möglich zu machen, geht sie einen Deal mit „Prime Destinations“, einer Body Bank, ein. Dieses mysteriöse wissenschaftliche Institut bietet ihr sehr viel Geld, damit sie ihren Körper an Enders vermietet. Ein verlockendes Angebot, das sehr schwer abzulehnen ist…

Inhalt: Die Body Bank bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, Geld zu „verdienen“: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss...

Ich lese für mein Leben gerne Dystopien und war von der Idee rund um Starters sehr begeistert. Auch das Cover machte mich sehr neugierig auf die Geschichte und ich konnte es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen. 

Die amerikanische Autorin Lissa Price hat mich mit ihrem spannenden und fesselnden Schreibstil für sich gewonnen. Sie baute nach und nach eine bedrückende und düstere Stimmung in der Geschichte auf und überraschte mich eiskalt mit unerwarteten Wendungen. Nach der Hälfte des Buches war es mir nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn die Autorin steigerte die Spannung mit jedem Kapitel.
Die Charaktere wurden jedoch von Lissa Price nicht ausführlich herausgearbeitet. Es ging ihr eher um eine Idee: die Vermietung von menschlichen Körpern. Mich persönlich hat das nicht sonderlich gestört. Jedoch gab es für mich einige Unstimmigkeiten in der Geschichte. Sie ist teilweise verwirrend und nicht komplett überdacht. Viele Fragen bekommt der Leser nicht beantwortet und kann sich somit kein hundertprozentiges Bild über die Situation machen. Am meisten wirbelte mir die Frage, warum nur eine Generation ausgelöscht wurde, im Kopf herum. Eine stimmige Antwort gibt das Buch nicht her.

Trotz einiger Ungereimtheiten kann ich dieses Buch weiter empfehlen. Die Idee ist wirklich gut und in der Geschichte werden einige Themen angesprochen, die auch in der heutigen Gesellschaft aktuell sind.
„Starters“ ist ein gelungenes und spannendes Debüt von Lissa Price mit kleinen Schwächen. Vielleicht werden meine tausend Fragen ja im zweiten Teil beantwortet.





Starters von Lissa Price  
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten 
Verlag: IVI/ Piper
Erscheinungsdatum: 3. März 2012  
ISBN: 978-3492702638

Kommentare:

his + her books hat gesagt…

Sehr schöne Rezension.
Ich hatte es so verstanden: Die "Elterngeneration" wurde "ausgelöscht", weil zuerst nur die Jungen und die ganz Alten geimpft wurden (wie bei uns halt auch) und dann die Sporen schon kamen, bevor man den Rest impfen konnte, oder?

Liebe Grüße

Steffi

Kathrineverdeen hat gesagt…

Kann ich nicht wirklich nachvollziehen...und Sporen halten sich über Jahre...Impfungen nicht. Also wirklich gut erklärt fand ich es nicht...wie einiges andere.

Micha hat gesagt…

Deine Rezi hört sich interessant an =) Mal schauen ob ich mir das Buch auch hol!

karin hat gesagt…

Hallo Kathrine,

mir das hat Ende eigentlich überhaupt nicht gefallen, besonders als ich gemerkt habe, das da noch ein zweiter Teil auf den Leser zu kommt.

LG..karin..

Kathrineverdeen hat gesagt…

Ja irgendwie schafft es heute kaum ein Autor sich auf einen Teil zu beschränken...

Daniel hat gesagt…

Hallo,

mir ist es mit der Auslöschung der "Elterngeneration" genau so gegangen. Ich habe mich immer gefragt. Warum gerade die Eltern und nicht die Großeltern.... und was auch noch nicht so toll fand war, dass am Schluss alles so reibungslos für Callie abgelaufen ist.

Dennoch ist es eine geniale Idee und ein super Buch

lg Daniel
http://www.bookjunkies-rezi.blogspot.co.at/

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