Samstag, 19. Mai 2012

"Finding Sky" von Joss Stirling

Zwei Seelen - für immer verbunden…

Manchmal gibt es Bücher, bei denen man hin- und her gerissen ist. „Finding Sky“ ist so eines.

Inhalt: Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer und Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt.
Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf... und er versteht ihre gedachte Antwort!
Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er - ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe - glaubt Sky ihm kein Wort, denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat...


Diese Geschichte wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin Sky in der „ich“ Form erzählt. Sky hat schon einiges in ihrem jungen Leben durchmachen müssen. Sie kam als schwer traumatisiertes Kind zu ihren jetzigen Adaptiveltern Sally und Simon. Sky hat kaum Erinnerungen an ihre Vergangenheit und an ihre leiblichen Eltern. Simon und Sally mussten sie sie mit viel Geduld aus ihrem Schneckenhaus herauslocken, denn sie sprach nicht und drückte sich nur über ihre Musik aus. Doch es gelang ihnen.
Als Sky sechzehn Jahre alt wurde, zogen sie alle von England in einen kleinen verschlafenen Ort in US-Amerika. Sie findet schnell Anschluss in der Schule und macht eine sehr mysteriöse Bekanntschaft mit Zed, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt. Und plötzlich hört sie seine Stimme in ihrem Kopf…


Als erstes besticht das Buch durch seine Gestaltung. Ich finde dieses Cover wirklich wunderschön und auch im Buch wird jedes Kapitel verziert von floralen Mustern. Coverkäufer sind bei diesem Exemplar wirklich in Gefahr.

„Finding Sky“ ist mein erster Roman von Joss Stirling. Die Autorin hat einen malerischen und jugendlichen Schreibstil. Die Geschichte lässt sich aufgrund der großen Schrift und den gut strukturierten Kapiteln flüssig lesen. Sie benutzt keine schwierigen Redewendungen oder Metaphern.
Am Anfang der Geschichte war ich ein wenig enttäuscht, weil das Geschehen vorhersehbar war und es einige Parallelen zu diversen anderen Jungendbüchern gab. Ich befürchtete schon in einer Mainstreamendlosschleife gelandet zu sein, doch dann überraschte mich die Autorin mit einer tollen Idee. Die Geschichte wurde dann auch spannender und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Jedoch fehlte mir persönlich ein wenig Tiefe.
Die Charaktere sind nach meiner Meinung auch nicht sehr gut herausgearbeitet, denn oftmals agieren sie sehr widersprüchlich. Am meisten gestört hat mich das bei dem Protagonisten Zed. Am Anfang ist er ein berüchtigter „Bad Boy“, vor dem alle Respekt haben und ihm lieber aus dem Weg gehen und dann macht er eine komplette Veränderung durch, die für mich nicht ganz nachvollziehbar war. Auch Sky wird sehr widersprüchlich beschrieben, denn obwohl sie ja als ein schüchterner und zerbrechlicher Mensch beschrieben wird, der eher zurückgezogen lebt und nur selten Beziehungen aufbaut, aus Angst wieder verletzt zu werden, findet sie doch sehr schnell Freunde. Auch die Liebesgeschichte von Zed und Sky hat mich überhaupt nicht erreicht, wahrscheinlich weil sie sich so widersprüchlich verhalten.

Es ist wirklich sehr schwierig für mich, dieses Buch zu bewerten, denn einerseits ist die Idee zu der Geschichte wirklich interessant und vor allem mal etwas Neues. Andererseits war es mir doch ein wenig zu vorhersehbar und flach. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich nicht im Alter der Zielgruppe bin.

Ich werde aber trotzdem den zweiten Teil lesen, weil mich die „Savants“ wirklich begeistert haben. Manchmal braucht eine Idee ja auch Raum zum wachsen… 



Finding Sky von Joss Stirling  
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten 
Erscheinungsdatum:  1. Mai 2012 
ISBN: 978-3423760478

Kommentare:

Nana hat gesagt…

Huiii.. flache geschichten und charaktere gibts zurzeit ja wirklich wie sand am meer.. aber ich hab mich schon so auf das buch gefreut, dass ich es dennoch lesen werde, mal sehn, ob ichs auch so seh :)

Tolle Rezension :)
Ganz liebe Grüße! (:
Nana

Kathrineverdeen hat gesagt…

Ach ja manchmal ist es einfach Geschmacksache...oder es hängt auch vom Alter ab.
Die Zielgruppe sind eher 14- 16 Jährige.

Elle hat gesagt…

Ich bin in der Zielgruppe und mich kotzen diese Abklatschstorys von "Bella und Edward" langsam an. :D

Aber die rezi ist klasse!!!! ;)

GLG Elle

Kathrineverdeen hat gesagt…

hihih tschuldigung...aber das ist deutlich...

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