Freitag, 24. März 2017

[Rezension] "Mein schönes falsches Leben" von Hilary Freeman

"Mein schönes falsches Leben" von Hilary Freeman, Jugendbuch
Bildquelle: Loewe
Die 17jährige Ella wacht eines Morgens auf und alles ist fremd. Ihr Zimmer ist anders möbliert, sie hat keinen Kurzhaarschnitt mehr, sondern lange Haare, ihre Mutter sieht verändert aus und anscheinend hat Ella auch einen völlig neuen Freundeskreis, während ihre alten Freunde sie nicht mehr zu kennen scheinen. Es ist, als hätte jemand Ellas Leben gegen das einer anderen Ella getauscht.

So beginnt Hilary Freemans „Mein schönes falsches Leben“, ein Buch, das ich an zwei Nachmittagen sehr gerne durchgeschmökert habe. Der Einstieg fällt auch wirklich nicht schwer. Der Schreibstil ist leicht und fließend und die Autorin baut gleich auf den ersten Seiten eine unterschwellige, leise Spannung auf, die sich durch das ganze Buch zieht.

Mittwoch, 22. März 2017

[Rezension] "Mein großes Buch der Tiergeräusche"

„Mama, wie macht ein Hase?“ Fragen wie diese stellt mein Sohn mir täglich und ich antworte meist instinktiv. Als ich vor Kurzem mit einer Arbeitskollegin – die stolze Kaninchenbesitzerin ist - über diese Fragen sprach, kam ich etwas ins Grübeln. Meine Kollegin wollte gerne wissen, was ich meinem Sohn dann antworte. Natürlich „Muck, muck“ ist doch klar … Oder eben auch nicht. Denn meist habe ich überhaupt keine Ahnung, welche Laute bestimmte Tiere von sich geben. Aus diesem Grund habe ich mich nach einem Sachbuch für Kleinkinder umgesehen, die nicht nur Bilder von verschiedenen Tieren enthalten, sondern auch die passenden Tierstimmen wiedergeben. Fündig wurde ich bei arsEdition, die ein Atlas ähnliches Soundbuch für Kleinkinder veröffentlicht haben: „Mein großes Buch der Tiergeräusche“.

„Mein großes Buch der Tiergeräusche“ ist ein Sachbuch für kleine Entdecker ab 2 Jahren, das es in sich hat. Es beherbergt 50 verschiedene Tiere, die auf Knopfdruck lebendig werden.
Jede Doppelseite handelt eine andere Thematik ab und so erforschen die kleinen Leser typische einheimische Tiere, Haustiere und Tiere, die auf einem Bauerhof, im Meer oder im Wald leben. Eine Thematik fand ich jedoch nicht ganz so gelungen: Tiere, die im Zoo leben. Obgleich diese Tiere hier bei uns im Zoo leben müssen, hätte ich mir eine andere Überschrift gewünscht. Aber das ist einfach Geschmacksache, denn nicht jeder Mensch sieht einen Zoobesuch so kritisch, wie ich.

Montag, 20. März 2017

[Rezension] "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte" von Anna Pfeffer

 "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte" von Anna Pfeffer, Jugendbuch
Bildquelle: cbj
Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte“ von Anna Pfeffer zog blind bei mir ein, ohne dass ich die geringste Ahnung gehabt hätte, wovon das Buch überhaupt handelt. Vermutlich hätte ich es auch gelesen, wenn es sich um ein Telefonbuch oder die Bauanleitung für ein Küchenregal gehandelt hätte. Denn das Autorinnenduo Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmidt, die hinter dem Pseudonym stehen, haben bei mir im vergangenen Jahr mit ihrer schwarzhumorigen Teenagerromanze „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ jede Menge Lachflashs ausgelöst, so dass ich mir absolut sicher war, hier keinen Fehlgriff zu tätigen.

Die Frage ist nun aber: Schaffen Anna Pfeffer so eine Glanznummer ein zweites Mal? Kann ihr neues Buch mithalten? Ich sage mal: Ja… aaaaaber… mit Verspätung. Da gab es am Anfang eine kleine Durststrecke, die für mich erst nach etwa 100 Seiten ein erfreuliches Ende fand. Flo und ihre Maus haben mich ernsthaft auf die Folter gespannt. Da fehlte (Achtung Wortspiel!) etwas Salz. Schließlich aber packte mich der Flo-Flow.

Sonntag, 19. März 2017

[Rezension] "The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch" von Melinda Salisbury

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch von Melinda Salisbury, Jugendbuch
Wann habt ihr zum letzten Mal ein wirklich großartiges Buch, nach seinen letzten Zeilen mit einer sich über euren ganzen Körper ausbreitenden Gänsehaut und einem euphorischen „Jaaaaaaaaaaa!!!“ auf den Lippen geschlossen? Ihr könnt euch nicht erinnern? Dann geht es euch wie mir … bis heute Morgen. Denn nach einer unruhigen Nacht – ich musste mich zwingen mein Buch kurz vor dem Finale wegzulegen, um endlich zu schlafen -, fieberte ich den letzten alles entscheidenden Seiten von „The Sleeping Prince – Tödlicher Fluch“ von Melinda Salisbury entgegen. Doch bevor ich endlich in den Genuss der letzten Seiten dieses großartigen Buches kam, hatte ich noch ein paar Dinge zu erledigen, um Ruhe für das Finale zu haben. In einer absoluten Stille genoss ich dann zu meinem Kaffee ein sehr komplexes, spektakuläres und perfektes Ende. Es hört sich an wie in einem billigen Groschenroman, aber mein ganzer Körper war in Aufruhr – überzogen von einer nicht enden wollenden Gänsehaut und Nerven, die vor Anspannung zu zerreißen drohten. Aber erst einmal von vorn …

Freitag, 17. März 2017

[Rezension] "California Dreamin'" von Pénélope Bagieu

"California Dreamin'" von Penlope Bagieu, Comic
Quelle: Carlsen
Wer kennt ihn nicht, den Ohrwurm der legendären 60er-Band "The Mamas and the Papas": "All the leaves are brown, And the sky is gray, I've been for a walk, On a winter's day, I'd be safe and warm, If I was in L.A., California dreaming, On such a winter's day...". Als großer Fan von Pénélope Bagieus Comic-Kunst war ich sofort begeistert, als herauskam, dass Carlsen die von Bagieu herausgebrachte Graphic Novel über das Leben Mama Cass', der Leadsängerin besagter Gruppe, ins Deutsche übersetzt und in das Verlagsprogramm aufnimmt. Leider konnte das Werk meinen - zugegebenermaßen hohen - Erwartungen nicht ganz gerecht werden.

Mama Cass, geboren unter dem Namen Ellen Naomi Cohen und später bekannt geworden als Cass Elliot, ist eine ebenso schillernde wie tragische Gestalt und Ikone der "Flower Power-Bewegung". Mit der Graphic Novel "California Dreamin'" versucht Pénélope Bagieu ihr ein Denkmal zu setzen, was in Teilen auch gelingt: Kapitelweiseführt die Ezählung durch die biographischen Stationen der Protagonistin - von der Geburt bis zur ersten großen Band-Krise der Gruppe.