Sonntag, 14. Januar 2018

[Rezension] "Der Weihnachtosaurus" von Tom Fletcher

Der Weihnachtosaurus von Tom Fletcher, Kinderbuch
Bildquelle: cbt
Wahrscheinlich habt ihr eure Weihnachtsgeschenke schon alle ausgepackt, die unliebsamen umgetauscht, eure Weihnachtsbäume abgeschmückt und verbannt, und seid gerade dabei das gute Essen der Festtage wieder abzutrainieren. Trotzdem möchte ich euch ein Weihnachtsbuch vorstellen, weil es einfach so bezaubernd ist und man es, obgleich des weihnachtlichen Themas das ganze Jahr über lesen kann. Und wenn man mal ehrlich ist:

„Mit jedem Schritt, mit dem man sich von der letzten Weihnacht entfernt, kommt man der nächsten Weihnacht näher.“ Seite 368

Dieser Satz ist aus dem Leben von William Trudel, der literarischen Hauptfigur aus „Der Weihnachtosaurus“ von Tom Fletcher, nicht mehr wegzudenken, denn sein Vater Bob benutzt ihn fast täglich. Und dieser Satz wird von Bob nicht nur einfach daher gesagt - er lebt ihn und man könnte behaupten, dass im Hause Trudel fast jeden Tag Weihnachten ist. Vater Bob ist eben sehr darauf bedacht, dass sein Sprössling William von Anfang an den Sinn von Weihnachten vermittelt bekommt. Und dazu gehören auch kitschige Dinge wie alberne Weihnachtspullover, die Bob mit Vorliebe trägt. William kann sich dem Zauber der Weihnacht nicht wirklich entziehen, trotzdem hat er gerade mit weniger stimmungsvollen Themen, oder besser einem sehr temperamentvollen Mädchen zu tun: Brenda Pein. Seitdem dieses wunderschöne und wirklich fiese Mädchen auf seiner Schule ist, vergeht kein Tag, an dem sie William nicht demütigt. Nichtsdestotrotz ist es jetzt wichtiger, endlich den Wunschzettel an den Weihnachtsmann zu verschicken und er schreibt:  »Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir einen echten Dinosaurier ...«

Donnerstag, 11. Januar 2018

[Rezension] "JACKABY - Die verschwundenen Knochen" Band 2 von William Ritter

"JACKABY - Die verschwundenen Knochen" Band 2 von William Ritter
Copyright: cbt
Von dieser Fortsetzung bin ich ein bisschen enttäuscht. Der erste Fall des paranormalen Ermittlungsteam R.F. Jackaby und Abigail Rook war unterhaltsam und spannend, einfach wunderbar kurzweilig. Noch dazu ist William Ritter ein richtig toller, wortgewandter Schreiber. Aber irgendwie hat er dieses Mal nach den ersten Kapiteln den Faden verloren. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, es handelt  sich bei "JACKABY - Die verschwundenen Knochen" um einen klassischen Mittelteil. Doch die Serie ist keine Trilogie und meines Wissens nach wurde bisher keine Obergrenze für die Anzahl der erscheinenden Bände festgelegt. Trotzdem wirkt es, als müssten auf Biegen und Brechen Seiten gefüllt werden. Interessant wurde es für mich erst zum Schluss, als es nämlich um die eigentlichen Hintergründe des neuen Falls geht. Aber da ist das Buch dann leider zu Ende und angesichts des fiesen Cliffhangers bin ich ziemlich frustriert.

Freitag, 5. Januar 2018

[Rezension] "Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen" von Leigh Bardugo

"Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen" von Leigh Bardugo, Jugendbuch
Copyright: DTV
Angefixt durch „Das Lied der Krähen“, habe ich im Moment einen echten Bardugo-Fimmel und lese alles bzw. alles noch einmal, was die Autorin bisher veröffentlicht hat. Wie keine andere füttert sie das Genre gegenwärtig mit starken Charakteren und überraschenden Plottwists. Weil ich außerdem ein großer Fan von Comic-Verfilmungen bin, stand „Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen“ seit Monaten auf meiner Wunschliste.

Ähnlich wie im Film mit Gal Gadot ist Diana, alias Wonder Woman, bei Bardugo eine Prinzessin, die abseits der menschlichen Welt auf der Amazoneninsel Themyscira lebt, sich aber oft ausgeschlossen fühlt. Im Gegensatz zu ihren Amazonenschwestern, konnte sie sich bisher nie durch besondere Taten hervortun, sondern ist „nur“ das aus Lehm geformte Wunschkind der Königin. So hungert Diana danach, sich im Kampf zu beweisen und als die junge Alia vor der Küste von Themyscira Schiffbruch erleidet, will Diana ihr unbedingt helfen. Aber Alia birgt ein Geheimnis und plötzlich steht nicht nur das persönliche Schicksal der beiden jungen Frauen auf dem Spiel, sondern das der ganzen Welt.

Sonntag, 31. Dezember 2017

[Jahresrückblick] Tops und Flops 2017



Wo ist das Jahr 2017 nur geblieben? Irgendwie ist die Zeit nur so verflogen und viel passiert ist privat eigentlich nicht. Das ist aber nicht unbedingt negativ, denn besonders in den letzten zwei Jahren sind viele Ereignisse bewegend genug gewesen. Davon muss man nicht unbedingt mehr haben. Für 2018 erhoffe ich (Kath) mir persönlich viele positive Veränderungen und einen richtigen SOMMER! Aber bevor ich hoffnungsvoll in die Zukunft blicke, wollte wir von "Kathrineverdeen", zusammen mit euch, noch einmal das Lesejahr 2017 besprechen.

Dienstag, 26. Dezember 2017

[Rezension] "Die Hexe von Duwa" und "Der allzu schlaue Fuchs" zwei Märchen aus Rawka von Leigh Bardugo

Märchen passen perfekt in die dunkle Winterzeit. Das konntet ihr ja schon bei der lieben Kath lesen, die in den letzten Wochen einige schöne Kinder-Buchtipps aus dieser Sparte für euch hatte. Für ältere Jugendliche und junggebliebene Erwachsene hat Leigh Bardugo, Autorin der Grischa-Trilogie und von "Das Lied der Krähen", vor mehreren Jahren zwei lesenswerte Alternativen verfasst. Angesiedelt sind beide Geschichten in der russisch angehauchten Welt der Grischa. Sie streifen die Thematik aber nur am Rande und können ohne Kenntnis der Trilogie und unabhängig voneinander gelesen werden.

"Grischa: Die Hexe von Duwa" von Leigh Bardugo
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In „Die Hexe von Duwa“ zeigt Leigh Bardugo, wie gerissen sie ist. Auf dem Holzweg war ich hier nämlich nicht nur einmal. Zunächst dachte ich „Ah, sie versucht sich an einer Aschenputtel-Variante“. Dann: „Doch eher Hänsel und Gretel?“. Schließlich glaubte ich, bei „Frau Holle“ gelandet zu sein. Aber die Richtung, in die es tatsächlich ging, war definitiv ganz anders und sehr fies. Ich weiß ja nicht, wovon Leigh Bardugo nachts träumt, aber von bunten Einhörnern jedenfalls nicht - die Geschichte ist abgefahren, grausig und vor allem überraschend. Die Protagonistin heißt Nadja und ist die Tochter des Schreiners Maxim. Nadja bekommt Angst, als ihr Vater nach dem Tod der Mutter wieder heiraten will. Dessen Auserwählte, die Witwe Karina, verhält sich mehr als seltsam und bald schon hat Nadja einen schlimmen Verdacht. Hat Karina etwas mit dem Verschwinden der vielen jungen Duwaer Mädchen zu tun?