Samstag, 25. Februar 2017

[Rezension] "Teestunde mit Todesfall: Der zweite Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens

"Teestunde mit Todesfall: Der zweite Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens, Krimi
Bildquelle: Knesebeck
Wells und Wong die Zweite! Die (inzwischen) 14-jährigen Detektivinnen Daisy Wells und Hazel Wong haben einen neuen Fall. Während einer Geburtstagsfeier auf dem Anwesen der Familie Wells wird ein Gast ermordet. Fast jeder der Anwesenden hatte ein Motiv und die Gelegenheit. Umgehend nimmt die Detektei W & W die Ermittlungen auf und bekommt dieses Mal sogar tatkräftige Unterstützung. Bald aber deutet sich an, dass die Lösung dieses Falles niemandem gefallen könnte, am allerwenigsten Daisy, die gar nicht mehr genau weiß, ob sie den Täter oder die Täterin wirklich entlarven möchte.

Wer sie noch nicht kennt: Die Serie um Wells und Wong ist eine etwas altmodisch wirkende, aber äußerst charmante Kinder- und Jugendhommage an alte Agatha Christie und Hercule Poirot Krimis. Daisy Wells und Hazel Wong sind zwei normale Mädchen, ohne übertrieben unglaubwürdige Fähigkeiten, die genau hinschauen, recht pfiffig sind und auf diese Weise oft die richtigen Schlüsse ziehen. Gut, der Zufall kommt ein ums andere Mal zu Hilfe. Ansonsten aber wird viel belauscht und beobachtet und das eben ziemlich gut.

Donnerstag, 23. Februar 2017

[Rezension] "Kuschelflosse: Der knifflige Schlürfofanten-Fall" von Nina Müller

"Kuschelflosse: Der knifflige Schlürfofanten-Fall" von Nina Müller, Kinderbuch, Hörbuch
Bildquelle: cbj audio
Wenn wir mit dem Auto verreisen, nehmen wir uns immer Hörbücher mit, um uns die Stunden zu versüßen. Auf unserem letzten Ausflug hatten wir das Vergnügen, ein neues Abenteuer von „Kuschelflosse“ zu begleiten. Diese humorvolle und ideenreiche Kinderbuchreihe von Nina Müller verfolgen wir seit dem ersten Abenteuer „Kuschelflosse: Das unheimlich geheime Zauber-Riff“, und sind jedes Mal wieder hellauf begeistert von der Kreativität der Autorin. Obgleich uns die wunderbaren Illustrationen der Autorin entgehen, entscheiden wir uns jedes Mal aufs Neue für die gesprochene Hörbuchversion von Ralf Schmitz. Denn er perfektioniert die Geschichte mit seiner Art zu sprechen und für mich ist dies eine unvorstellbare Leistung, denn nie fällt dieser aus seiner Rolle, egal wie viele literarische Figuren sich in der Handlung tummeln. Mit verschiedenen Tonlagen und Sprachfehlern verleiht er jeder Figur eine ganz besondere und unverwechselbare Persönlichkeit.

Nachdem wir in den letzten Abenteuern schon ein wunderschönes Zauber-Riff und andere Unterwasserwelten mit ihren meist witzigen und wundersamen Bewohnern kennenlernen durften, geht es in Kuschelflosses dritten Abenteuer „Der knifflige Schlürfofanten-Fall“ um ein etwas merkwürdiges Geschenk, dass eines Tages vor Kuschelflosses Tür in Fischhausen liegt. Darin befindet sich ein alles in sich aufsaugender Schlürfofant – aus einer fernen Unterwasserwelt. Und wenn ich sage alles in sich aufsaugend, ist das nicht übertrieben. Der kleine Schlürfofant alias Schlürfi ist zwar richtig lieb, aber er hat auch einen großen Hunger, weil er ja noch im Wachstum ist. Und so saugt er wahllos Essen in sich ein und macht selbst vor Herrn Kofferfischs stinkigen Socken keinen Halt. Dass dieses Verhalten nicht bei jedem Bewohner von Fischhausen gut ankommt, kann man sich denken. Und so machen sich die fischigen Freunde - Fellfisch Kuschelflosse, Seebrillchen Sebi, Herrn Kofferfisch und die Schwimmerdbeere Emmi -, auf den Weg, um Schlürfis Eltern zu finden.

Dienstag, 21. Februar 2017

[Rezension] "Wo die Geschichten wohnen" von Oliver Jeffers und Sam Winston

Wo die Geschichten wohnen - Oliver Jeffers, Sam Winston
Es gibt Bücher mit wundervollen Geschichten, die uns Leser prägen und ein ganzes Leben begleiten. Auch ich kann mich noch sehr gut an viele wunderbare Bücher erinnern, die ich in meiner Kindheit gelesen habe: „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner, „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe und „Huckleberry Finn“ von Mark Twain waren nicht die einzigen Klassiker, die mich als Kind für sich eingenommen haben und meinen Charakter ein Stück weit geformt und gestärkt haben. Obgleich schon einige Jahrzehnte ins Land gezogen sind, begleiten sie mich noch heute. Sie zieren immer noch mein Bücherregal und warten darauf an meinen Sohn weitergegeben zu werden. In Oliver Jeffers und Sam Winstons neuestem Werk „Wo die Geschichten wohnen“ geht es um diese wunderbaren Geschichten, die die Macht haben viele Generationen zu prägen und zu überdauern.

Ein kleines Mädchen segelt mit ihrem Floß über ein Meer aus Buchstaben. Auf ihrer Reise durch die Welt der Geschichten trifft sie Jungen. Sie erzählt ihm von der Magie, die viele Bücher umgeben und zeigt ihm, was mit ihnen möglich ist. Welch grenzenlose Freiheit sie vermitteln können, wenn man in sie eintaucht und seiner Fantasie freien Lauf lässt. Sie zeigt ihm, dass jeder in der Welt der Geschichten willkommen ist und gemeinsam verlieren sie sich in Zauberwäldern, erklimmen Berge aus Märchen, entkommen Ungeheuern in verwunschenen Schlössern und schlafen in Wolken aus Musik.

Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] "Hör mal: Die Jahreszeiten" von Anne Möller

"Hör mal: Die Jahreszeiten" von Anne Möller, Kinderbuch
Bildquelle: Carlsen
Mein Sohn und ich sind Wiederholungsleser. Wenn uns eine Reihe überzeugen konnte, greifen wir meist auch zu den Folgebänden. Wie bei „Hör mal: In der Natur“ von Anne Möller, ein Soundbuch, das meinen Sohn begeistert hat. Mit „Die Jahreszeiten“ ist nun ein weiterer Band aus der „Hör mal“- Reihe bei uns eingezogen, bei dem ich es sehr bedauere, dass es nicht schon früher verfügbar war.

In „Hör mal: Die Jahreszeiten“ von Anne Möller gibt es, auf sieben Doppelseiten mit farbenfrohen Illustrationen, eine Menge zu entdecken: Einen Traktor, der die Felder für die Saat vorbereitet, zwitschernde Buchfinken, die sich ein Nest bauen, summende Hummeln und raschelnde Blätter.

Samstag, 18. Februar 2017

[Rezension] "GötterFunke. Liebe mich nicht" von Marah Woolf

Buch: GötterFunke. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Bildquelle: Oetinger
Fast vier Jahre sind vergangen, seit ich „MondSilberLicht“ von Marah Woolf gelesen habe. Ein Buch, das ich in einer Leserunde zusammen mit der Autorin und vielen begeisterten Teilnehmern gelesen habe. Leider schwappte die Welle der Begeisterung nicht zu mir hinüber und ich musste mich zwingen, diese Geschichte zu beenden und eine Rezension zu schreiben. Trotz meiner Kritik bedankte sich Marah Woolf für die Buchbesprechung und wünschte sich, dass ich es irgendwann noch einmal mit einem Buch aus ihrer Feder versuchen soll. Vier Jahre hat es gedauert, bis ich diesem Wunsch nachgekommen bin und ihr neuestes Werk „GötterFunke. Liebe mich nicht“ gelesen habe. Warum gerade dieses Buch? Ganz einfach: Ich bin ein Coverfetischist! Aber nicht nur das Cover zu diesem Buch ist großartig, auch die Inhaltsbeschreibung klang sehr vielversprechend.

Die Geschichte handelt von Jess, die sich für den Sommer nichts sehnlicher wünscht, als nur ein paar entspannte Wochen mit ihrer besten Freundin in einem Sommercamp zu verbringen. Doch dann trifft sie Cayden, der sie sofort fasziniert, obgleich er ganz eigene Ziele verfolgt: Der Göttersohn versucht inkognito unter den Menschen eine Vereinbarung mit Zeus zu erfüllen: Er muss ein Mädchen finden, das ihm widersteht. Nur dann gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Jess ahnt nichts von seinem göttlichen Geheimnis, auch nicht, dass Cayden ihre beste Freundin erwählt hat, um seine Vereinbarung zu erfüllen.